Ein fröhliches Wörterbuch für Ballonpiloten und "Erdferkel",
begeisterte Passagiere sowie alle Grafen der Lüfte.
Mit freundlicher Genehmigung des Autors © Jürgen Wieshoff.

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A

Abstieg, kalter
1. Negative Beförderung in eisigem Betriebsklima, weil man seinen Chef eine Ballonfahrt geschenkt hat und er nun im Gips durch die Gegend humpelt.
2. Starke Abwärtsbewegungen des Ballons, weil man
a) unten eine Kneipe fürs Landefest entdeckt,
b) das Heizen vergessen,
c) den Autoschlüssel für das Verfolgerfahrzeug in der Hosentasche hat.

Adel
Zu Beginn der Luftfahrt war selbige allein dem Adel vorbehalten. Da nach der Französischen Revolution die Reihen des Adels ein wenig kopflos geworden waren, sah man sich gezwungen, auf neue Reserven zurückzugreifen. So entstand die Sitte, dem Ballon-Passagier eine Flasche Portwein über den Kopf zu gießen und ihm dann einzureden, er sei jetzt adelig.

Anhänger
Fahrendes Behältnis auf ein oder zwei Achsen, das sich hervorragend zur Aufnahme ovn leeren Kanistern, vollen Observern, Flüssiggas, Koffern, Bierdosen, Sektflaschen, Staub und vielleicht auch Ballonen eignet. Die Lebensdauer eines Anhängers hängt stark vom verwendeten Zugfahrzeug ab; seit Verbreitung der allradgetriebenen Geländewagen denkt man über die Produktion eines allradgetriebenes Anhängers nach.

Aufstehen
Unliebsame Tätigkeit eines Ballonfahrers, die leider vor dem Ballonfahren erfolgen muss (im Gegensatz zum Aufwachen!). Aufstehen kann allerdings auch nach der Landung notwendig sein; sollte es mal nicht funktionieren, kann dies folgende Ursachen haben:
1. Man liegt unter dem Ballonkorb.
2. Man liegt unter dem Piloten.
3. Man ist noch gar nicht gelandet.

B

Ballast
In der ursprünglichen Bedeutung kennzeichnete Ballast den Sand an Bord eines Gasballons, der zur Gewichtsreduzierung schaufelweise abgeworfen wurde. Große Erfolge feierte man mit dem gemeinsamen Abwurf von 15-kg Säcken; aus einer Höhe von 1000 Metern entspricht die Durchschlagskraft der einer Granate... Mittlerweile ist die Bedeutung ein wenig erweitert worden; man lässt Passagiere vor Antritt der Fahrt eine sogenannte "Ballastvereinbarung" unterschreiben, die in Notfällen das Benutzen der Passagiere als Ballast gestattet.

Ballon
Gerne auch von Lufballon bezeichnetes Kinderspielzeug, das durch Aufblasen mit Luft mehr oder weniger lange in der Luft bleibt. Das Befüllen mit Hellium wiederum hat den Nachteil, dass sich der Ballon bei ungenügender Befestigung sehr schnell entfernt. Darum hat man unten ein kleines Körbchen angebunden, in das man einen Zettel mit der Anschrift des Piloten legt und so seinen Ballon wieder zurück bekommt.

Banner
Außen auf der Hülle angebrachter Stoffstreifen mit Werbeaufdruck einer Brauerei, der dazu führt, dass alle Passanten stehenbleiben und wie "gebannt" auf das abgebildete Bier schauen.

Barograph
Adeliger Verwandter des Barometers, bezeichnet sich als besonders qualifiziert und schreibt darum gerne alles mit, was um ihn herum passiert.

Bathyskaph
Versuchsobjekt des Professors Piccard, sollte eigentlich ein Ballon werden, aufgrund mangelnder Steigfähigkeit schlug es jedoch die andere Richtung ein und fiel ins Meer - allerdings so tief, dass daraus wieder ein Rekord wurde.

Brenner
Überdimensonaler Tauchsieder, der bei Bedarf in die Hülle des Ballons hineingehalten wird und die dort befindliche Luft aufwärmt.
Da ab einer gewissen Höhe die Mitnahme eines Verlängerungskabels Schwierigkeiten bereitet, wird er mit Campinggas betrieben.

C

Champagner
Das Mineralwasser des Ballonfahrers. Wird während der Fahrt im Ballonkorb grundsätzlich nur zur Taufe verwendet, daher geht man damit sehr sparsam um, um nach der Fahrt die "Reste" genußvoll vernichten zu können.

Crew
Mannschaft eines Ballonpiloten; übernimmt so unwichtige Aufgaben wie Vorbereitung der Fahrt, Aufrüsten des Ballons, Versorgung des Piloten mit allen wichtigen Materialien (wie Taufwasser und ähnlichem) sowie die Verfolgung des Ballons mit anschließendem Einpacken. Manchmal fragt man sich, ob man den Piloten überhaupt noch braucht.

D

Diplom-Pilot
Noch nicht offizielle Berufsbezeichnung für gewerbliche Ballonfahrer, da die Diplomprüfungen noch nicht annerkannt wurden. Folgende Vorschläge wurden bisher abgelehnt:
1. Abwurf von drei Passagieren aus einer Höhe von mindestens 600 Metern, die in einem Kreis mit einem Durchmesser von 20 Metern aufschlagen müssen.
2. Entfernen von 5 Antennen auf minimal drei Häusern in maximal zwei Ortschaften, wobei nicht mehr als zwei Dächer abgedeckt werden dürfen.

Doppel-Brenner
Bei von Ballonfahrern besuchten Veranstaltungen ein immer wieder gerne getrunkener Cocktail. Man nehme: 2 cl Wodka, 2 cl Rum, 2 cl Whiskey, 2 cl Gin, 2 cl Obstler, 2 cl Himbeergeist, 2 cl Orangensaft (nur als Alibi) und 10 cl Tabasco, schüttle dies im mit Eis gefüllten Shaker und serviere es im gutgekühlten, mit einem Schuss Olivenöl ausgeschwenketen Glas. Da dieser Cocktail auf einem Schluck getrunken wird, gibt es nun zwei Möglichkeiten: Entweder er bleibt drinnen oder nicht; aber egal was passiert, er brennt doppelt.

Drachen
1. Kosename für die Schwiegermutter des Piloten.
2. In früheren Zeiten Symbol der Tapferkeit: Erst zog man los und tötete einen Drachen, wurde dann als Belohnung zum Ritter geschlagen, heiratete eine Jungfrau und wurde glücklich. Nachdem die Drachen ausstarben, suchten die Jünglinge der Neuzeit
eine Ersatzbefriedigung und verfolgen nun mit gezücktem Schwert den feuerspeienden Heißluftballon!

E

Echo
Ersetzt die Funkverbindung bei Ballonfahrten in den Alpen.

Erdferkel
Umgangssprachliche Bezeichnung für Crew (siehe dort)

Erste Hilfe
Ein ähnliches System ist von der Bergrettung im Winter bekannt; dort leistet ein Bernhardiner mit umgehängtem Rumfässchen diese Aufgabe. In der Luftfahrt übernimmt dies normalerweise ein Adler, der mit umhängender Champagnerflasche den Ballon begleitet
und im Notfall eingreift.

F

Fahren
Das am meisten umstrittene Wort im Bereich des Ballonfahrens. Es gibt u.a. zwei gültige Erklärungen, warum ein Ballon fährt und nicht fliegt. Für Akademiker: Alle Luftfahrzeuge, die leichter als Luft sind, fahren! Für Nicht-Akademiker: Wenn ein Mensch nach einer Mahlzeit, vornehmlich von Hülsenfrüchten, unter gleichzeitiger Verurschung eines Geräusches eine gewisse Art von Luft von sich gibt, so ist dieses Methan-Gas, also ein Gas leichter als Luft. Daher sagt man ja auch: "Er lässt einen fahren" und nicht "Er lässt einen fliegen"

Flughafen
Großes Gebiet mit sehr viel Landegelände, von freundlichen Menschen besiedelt, die alle freudig winken, wenn man zur Hauptverkehrszeit in einer Höhe von maximal einhundert Metern über den Tower fährt und dann auf dem "Runway in Use" landet. Nach den darauf folgenden Gesprächen mit einigen netten Herren der Flugversicherung und anderer Institutionen hat man dann den Vorteil, dass im Flughafengebiet meist einige Gaststätten zu finden sind, in denen man sein Dasein als Pilot endgültig beschließen kann.

Flurschaden
Da die Landung eines Ballons in den seltesten Fällen auf einem befestigtem Weg oder Parkplatz erfolgt, kann es schon mal passieren, dass sich an der Kleidung des Piloten im allgemeinen und an den Schuhen im besonderen Dreck ansammelt. Kommt dieser Pilot nun nach Hause und durchquert mit diesen Schuhen den frischgeputzten Flur, so bezeichnet man dies als "Flurschaden".

Funkgerät
Hochtechnisiertes Gerät, das nur unverständliches Kauderwelsch von sich gibt, weshalb Ballonfahrer lieber das Telefon benutzen,
um ihren Verfolger aus der Kneipe an den Landeort zu zitieren.

G

Gas
Umschreibung eines Zustandes, der sich nach dem Genuss von einigen Litern Flüssiggas ergibt. ("Der hat wieder ganz schön Gas.")

Gas tanken
Tätigkeit eines Ballonfahrers, um den unter Gas (siehe dort) beschriebenen Zustand zu erreichen.

Gewitter
Wenn ein Meterologe Stein und Bein schwört, dass es nicht regnen wird, hat er in gewisser Weise recht, denn dann kommt garantiert ein Gewitter. Zwei bisher bekannte Ursachen führen dazu:
1. Zusammentreffen von kalten und warmen Luftmassen
2. Zusammentreffen eines Piloten nach einem ausgedehnten Landefest mit seiner Ehefrau.

Gut Land
1. Letzte Bemerkung eines ausländischen Ballonpiloten nach der Landung in einem Minenfeld.
2. Ausruf eines Immobilien-Spekulanten an Bord eines Ballonkorbes, als er über ein noch unerschlossenes Neubaugebiet fuhr.

H

Hector Pascal
Stammgast in Milli's Bar, angeblich von Beruf Physik-Professor; erzählt von irgendwelchen Erfindungen, bei denen er gewaltig Druck gemacht hätte, ober so ähnlich.

Höhe
Abstand zwischen Ballon und Boden, aber nur bei schönem Wetter und wenn der Höhenmesser richtig eingestellt ist. Sonst ist der Abstand von dem Boden, der da wäre, wo das Meer eigentlich ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Höhe festzustellen:
1. Die optische Methode: Man nimmt einen Zollstock, wirft ihn herunter, zählt die Sekunden, bis er auf dem Boden auftritt und multipliziert die Anzahl der Sekunden mit der Länge des Zollstocks.
2. Die elektrische Methode (anwendbar für größere Höhen): Man steigt auf die Höhe, in der man dem Piloten zuwinken kann, und erkundigt sich dann beim nächstgelegenen Tower, welche Höhe das Flugzeug hatte, dessen Pilot sich gerade über einen Ballon beschwert hat.

I

India
Bei den ersten Ballonfahrten in Amerika verwendetes Codewort im Funksprechverkehr zur Warnung vor Indianerangriffen, die die
"vom Himmel fallende Sonne" wieder zurückbeförderten wollten.

J

Juliet
Veraltete Bezeichnung für die Geliebte eines Pilotens.

K

Kilo
Im Funkverkehr verwendete Kurzbezeichnung für Entfernungsangaben: Kilo-Meter oder für hohe Gechwindigkeiten: Kilo-Knoten

Kompaß
Instrument zur Bestimmung der Himmelrichtung mittels einer Magnetnadel. Eigentlich unnötig, da der Himmel immer oben ist.

Kühe
Vierbeinige, milchgebende Lebewesen, die immer genau auf der Wiese stehen, auf der man landen will. Vorsicht ist nur geboten, wenn man an die männlichen Vertreter gerät und man zufälliger Weise einen roten Ballon fährt.

L

Landebahn
Wenn nach dem ausgiebigen Landefest einer Ballonfahrt niemand mehr in der Lage ist, das Verfolgerfahrzeug nach Hause zu fahren, so begibt sich die gesamte Mannschaft in die von der Deutschen Bundesbahn zur Verfügung gestellte sogenannte "Landebahn", die alle unbeschadet wieder nach Hause bringt.

Landkarte
Gemälde eines oft unbekannten Malers. Nach dem Vergleich mit dem unten liegenden Gelände stellt man fest, dass die Karte falsch sein muss, denn diese Ortschaft gibt es überhaupt nicht, und schon gar nicht an dieser Stelle!

Landung
Der oft abrupte Abschluß ist normalerweise auch das endgültige Ende einer Ballonfahrt, wenn nicht gerade der Pilot durch den Aufschlag unfreiwillig den Korb verlässt und der Ballon durch die Gewichtsabnahme wieder aufsteigt. In solchen Fällen kann man sich auf den Grundsatz verlassen: "Es ist noch keiner oben geblieben!"

Luftloch
Beschädigung der Hülle eines Ballons, verursacht zum Beispiel durch das Abschließen des Korkens einer Champagnerflasche
auf die Hülle. Das Auftreten eines Luftloches hat meist eine starke Abwärtsbewegung zur Folge.

M

Manometer
Erstaunter Ausruf eines Piloten, wenn er sieht, mit welchem Druck das Gas aus seinen Gasflaschen kommt, nachdem er sie kurz mit dem Brenner aufgewärmt hat.

Montgolfier, Gebr.
Bruderpaar aus Frankreich; stellten beim Abbrennen ihre Papierfabrik fest, dass das Papier nach oben stieg und beschlossen daraufhin, die Luftfahrt zu begründen und den ersten Ballon zu bauen.

N

Nordpol
Äußerst interessanter Startplatz, vor allem im Hinblick auf die Navigation: Wo auch immer einen der Wind hintreibt, man fährt immer nach Süden!

Nylon
Grundmaterial eines Heißluftballons; hat nur den Nachteil, dass es bei Kontakt mit der Flamme auf dem Standpunkt steht: "Der
klügere gibt nach" und sich in nichts auflöst.

O

Orkan
Optimale Voraussetzung zum Ballonfahren; abgesehen von der möglicherweise etwas feuchten Umgebung gestattet er jedoch, unglaublich weite Strecken zurückzulegen. Schließlich gibt es am Ural jede Menge Landegelände.

Overall
Das Kleidungsstück des Ballonfahrers. Wenn es auch kaum durch die angebrachten Aufnäher durchscheint, so hat es sich doch zum passenden Kleidungsstück für alle Gelegenheiten entwickelt. Durch die meistverwendete Farbe Leucht-Orange ähnelt der Overall
stark der Kleidung einer anderen Berufsgruppe, so dass beim Erscheinen mehrerer Ballonpiloten meist die Frage kommt: "Ist
schon wieder Sperrmüll?"

P

Pilot
Gottähnliches Wesen im unteren Teil eines Ballons, meist zu erkennen an unmöglichen Kopfbedeckungen mit der Aufschrift
"Pilot" und am energischen Blick (Richtung Theke).

Q

Qual der Wahl
Form des Wettbewerbs, bei der alle teilnehmenden Ballone unter den teilnehmenden Piloten aufgeteilt werden. Jeder Pilot darf sich den Ballon heraussuchen, mit dem er gerne fahren möchte; mehr als drei teilnehmende Piloten in einem Ballonkorb sind nicht zulässig.

R

Regen
Kontinuierlich aus konvektionsartigen Kumulonimben fallende Hydrometeore, deren maximale Quantität durch auch als Totalisatoren bezeichnete Registrier-Pluviometer zur Weitergabe an klimatologische und hygrographische Zentren empirisch ermittelt wird. Alles klar?

Regentraufe
Vom Gasballonfahrern benutzte Abwandlung eines Sprichwortes: Anstatt "vom Regen in die Traufe" zu kommen, treffen hier beide Situationen gleichzeitig aufeinander; mit anderen Worten: "große Sch..."

Reißbahn
Hat nichts mit der Reise in einer Geisterbahn zu tun, wenn auch die Betätigung der Reißbahn eines Gasluftballons in einer Höhe
von 1000 Meter über Grund ein vergleichbares Gesicht beim Piloten hervorruft.

S

Sandsack
Respektlose Bezeichnung für die Figur eines etwas korpulenten Gasballonfahrers.

Sauerstoff
Material eines stark beanspruchten Heißluftballons: Wenn der Stoff stark überhitzt gefahren wird, ist er hinterher ganz schön sauer!

Schleifspur
Erkennungszeichen einer Ballonlandung, besonders deutlich in Weizen- und Maisfeldern zur besten Erntezeit, reduziert die Höhe der Gewächse auf wenige Zentimeter. Bei den Bauern außerordentlich beliebt, da dieser Teil des Feldes garantiert nicht mehr abgeerntet werden muss.

Seide
Wurde ursprünglich zum Bau von Ballonen verwendet; nachdem jedoch nach der Landung eines Ballons die weiblichen Schaulustigen die Gelegenheit nutzten, günstig Stoff für ihre nächste Bluse zu organisieren, stieg man auf das billigere und in Näherinnenkreisen nicht ganz so beliebte Nylon um.

Sponsor
Geheimnisvolles Wesen im Hintergrund, das Ballone herbeizaubert und bei Veranstaltungen dem Leiter ein nervöses Zucken im Auge beschert.

Start
Beginn der Bewegung eines Ballons, im Regelfall später als angesagt, dafür aber oft abgesagt.

T

Taufe
Auch von Piloten, die nicht Johannes heißen, durchführbare Prozedur mittels Alkohol und - je nach Ballontyp - verschiedener Zutaten. Der Gasballonpilot nimmt Sand (reibt so schön auf der Kopfhaut) und Erde (gibt in Kombination mit einer alkoholischen Flüssigkeit sauberen Matsch); der Heißluftballonpilot brennt erst ein paar (oder auch mehrere) Haare ab (Vorsicht bei Haarspray!) und löscht dann ausgiebig mit Portwein. Die Taufe ist immer mit großer Sauerei verbunden und bereitet allen sehr viel Spaß, nur nicht den Täuflingen.

Taufname
Anläßlich der Taufe (sieh dort) vergebener Adeltitel, der niemals vergessen werden darf, da sonst eine Runde an alle anwesenden Ballonfahrern gezahlt werden muss. Aus diesem Grunde bemüht man sich, den Taufnamen relativ kurz zu halten, wie z.B. "In der Abendsonne aufgestiegener und während der Fahrt niemals hinunterschauender dreiäugiger Fürst des Postkartenmotivs und mutig dreinschauender Raubritter der zu Füßen des Vogelbergs liegenden zauberhaften Landschaft des Seemen-Bachs von und zu Büdigen nach Nidda".

Thermik
Eigentlich Begriff der Segelflieger, "aufsteigende Warmluft"; wird im Ballonfahren als Erklärung für alles nicht zu Erklärende verwendet: Wenn eine plötzliche Bö kommt, ist das Thermik; wenn der Ballon plötzlich in ein Hausdach fällt, ist das Thermik; wenn bei einer Wettfahrt kurz vor dem Ziel der Wind dreht, ist das Thermik; wenn der Ballon gerade noch retten konnte, so ist das Können des Piloten.

Tragkraft
Tragkraft ist die Kraft, die zum Tragen kommt, wenn der Ballon tragfähig ist, aber noch nicht tragfähig genug und deshalb von
Helfern getragen werden muss.

U

Uhr
Äußerst vielseitiges Instrument, das in Kombination mit der Sonne die Himmelrichtung bestimmen kann; in Kombination mit einem Stein, den man fallen lässt, die Höhe; in Kombination mit einer Landkarte die Geschwindigkeit und in Kombination mit einer
Ehefrau das letzte Bier.

V

Verfolger
Fühlen sich ständig von dem Gedanken verfolgt, den Ballon nicht wiederzufinden (daher der Name), und versuchen daher unter allen Umständen, unter Mißachtung der ihnen angebotenen Straßen die Luftlinie des Ballons auf dem Boden nachzuvollziehen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass nach spätestens zwei Flußüberquerungen der Funkkontakt zum Ballon abreißt und man unter Zuhilfenahme des Telefons, des gesamten Bekanntenkreises und der Schwiegermutter als Relaisstation den Ballon 200 Meter entfernt von der Stelle findet, wo man zuletzt geparkt hat.

Versicherungen
Große Konzerne, die viel Geld dafür nehmen, seitenlange Abhandlungen darüber zu verfassen, warum gerade dieser Schaden
leider nicht in den Rahmen der Abdeckung fällt.

W

Wald
Trotz der Aussage von umweltfreundlichen Parteien immer noch viel zu viel verbreitet: Immer da, wo man landen will, steht ein Baum! Wenn man die gesamten Waldbestände in Rasenflächen bzw. Golfplätze umwandeln würde, so entstünde wesentlich mehr Landegelände, und es wäre ausgesprochen ballonfreundlich.

Wetter
Hält sich zum Leidwesen der Wetterberater leider niemals an Vorhersagen, wird darum vom Piloten selber gemacht. Wenn dieser sagt: "Ich mache jetzt mal das Wetter", so heißt das nichts anderes, als dass er beim nächstgelegenen Wetteramt anruft, sich die Vorhersage anhört und dann genau das Gegenteil davon annimmt.

Wolken
Anhand der Wolken kann der Ballonfahrer aufgrund seiner umfassenden meteologischen Ausbildung erkennen, wie sich das Wetter entwickeln wird: Hohe, dünne Wolken (Cirren): es wird in etwa drei Tagen regnen. Mittelhohe Wolken: es wird in etwa 8 Stunden regnen. Tiefe, dunkle Wolken: es wird in etwa 30 Minuten regnen. Keine Wolken mehr zu sehen: es regnet schon!

X

X-Ray
Bezeichnung für die Form von Ray-Ban-Sonnenbrille nach einer harten Landung.

Y

Yankee
Die frühere Differenzierung zwischen Nord- und Südstaatlern hörte spätestens mit dem Erscheinen des ersten farbigen
Ballonpiloten auf. So kennzeichnet "Yankee" die über Funk verwendete Allgemeinformel für einen ballonfahrenden Amerikaner.

Z

Zeitungen
Ein Teil der sogenannten Medien, die niemals verstehen werden, dass Ballone fahren und nicht fliegen. Aufgrund der Sensationslust der Leser geraten normale Situationen zu reißerischen Schlagzeilen, die entsprechend interpretiert werden wollen; so bedeutet z.B. Ballon brennend in Wald gestürzt: Der Pilot hat kurz vor der Landung hinter einer Baumreihe den Brenner betätigt.

Zeppelin
Nach seinem Erbauer Graf Zeppelin benannter zigarrenförmiger Ballon, der durch seinen Motorantrieb den Kurs beliebig
bestimmen kann und jeden Ort der Welt erreicht.

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Rehm Ballooning
Lönsweg 13
33813 Oerlinghausen
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